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Mezzanine-Kapital eignet sich gut, um eine Finanzierungslücke zu schließen (Foto: AdobeStock_221283519_Hakan_Kiziltan)

Mezzanine-Kapital für die Nachfolgefinanzierung

Das Volumen der Fremdfinanzierung steht fest, der Nachfolgende stellt Eigenkapital zur Verfügung – doch zwischen Kaufpreis und möglichen Finanzierungsmitteln gibt es eine Lücke. Was dann? Für diese Lücke gibt es einen besonderen Baustein: das Mezzanine-Kapital. Der Begriff „Mezzanine“ stammt aus der Architektur und bedeutet „Zwischengeschoss“. Das Mezzanine-Kapital ist also eine Zwischenform zwischen Eigen- und Fremdkapital und wird unter anderem durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet:

  • Nachrangigkeit gegenüber Gläubigern im Falle einer Insolvenz
  • Vorrangigkeit gegenüber bilanziellem Eigenkapital
  • Kapitalüberlassung auf Zeit (fünf bis zehn Jahre)
  • Vergütung („Zinsen“) = Betriebsaufwand (handels-/steuerrechtlich)

„Mit diesem Finanzierungsbaustein würde man keine Gesamtfinanzierung abdecken. Aber er bietet einen erheblichen Mehrwert, um die Lücken zwischen vorhandenem Eigenkapital und möglicher Fremdkapitalaufnahme zu schließen“, weiß Guido Block, Nachfolgeberater bei der VR Bank Westmünsterland. Im genossenschaftlichen Finanzverbund stellt zum Beispiel die VR Equitypartner Mezzanine-Kapital zur Verfügung. Auch die KBG NRW, die Kapitalbeteiligungsgesellschaft NRW GmbH, ist Partner für die klassische Mezzanine-Finanzierung. Wichtig: Wer Mezzanine-Kapitalgeber ins Boot holt, durchläuft besondere Prozessschritte. Dazu gehört zum Beispiel eine Due-Diligence-Prüfung, also eine Sorgfältigkeitsprüfung. Sie wird von Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern begleitet.


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